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Auf einen Blick

Publikationsübersicht
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Publikationsapéro 2009

Apéro anlässlich der Neuerscheinungen 2009 am OAS

Am 11. Dezember 2009 feierte das OAS im Kreis von zahlreichen Gästen von nah und fern seine erfreulich reiche Publikations-Ernte des vergangenen Jahres:

Publikationen in der Japanologie
Widmungsband für R. Gassmann
Chinesischlehrmittel
Qualifikationsarbeiten
Studentische Übersetzungsprojekte
Aufsatzband Diasporic Histories
Weitere Publikationen
Dank

Publikationen in der Japanologie

In der Japanologie erschienen dieses Jahr zwei Bände:

Christian Steineck / Ole Döring: Kultur und Bioethik: Eigentum am eigenen Körper. 2., überarbeitete Auflage, Baden-Baden: Nomos 2009.

Der 2008 erstmals erschienene Band wurde nochmals durchgesehen und in Reaktion auf erste Rezensionen verbessert. Er versammelt Beiträge aus dem deutschsprachigen Raum zur Problematik des Eigentums am eigenen Körper. Dabei kommen, je nach Relevanz für die jeweils behandelten Regionen und Länder, unterschiedliche Themen wie Verwendung von Körpersubstanzen, Organtransplantation oder Hymen-Reparation zur Sprache.

Christian Steineck / Simone Müller (Hg.): Narratologische Untersuchungen zu japanischen Texten. Themenheft der Asiatischen Studien, Bd. 63/3 (2009).

Die Narratologie als systematische Methode der Textanalyse ist bisher in der Japanologie noch wenig angewendet worden. Der Band versammelt Studien von Autorinnen und Autoren aus dem OAS und der europäischen Japanologie zu Texten aus allen Epochen der japanischen Schriftlichkeit. Er bildet den Anfang eines gemeinsamen Projekts, das strukturale Analysemethoden für die Anwendung auf japanische Texte erproben und entwickeln will und insbesondere das Feld von „Erzählen und Überzeugen“ in den Blick nimmt.

Widmungsband für R. Gassmann

Besonderer Höhepunkt des Abends war der Widmungsband für Robert Gassmann, welcher, gefördert von der Schweizerischen Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften, pünktlich zum Jahresende noch bei Peter Lang erschienen ist:

Roland Altenburger, Martin Lehnert und Andrea Riemenschnitter (Hg.). Dem Text ein Freund. Erkundungen des chinesischen Altertums. Bern etc.: Peter Lang, 2009.

Gassmann
Die in diesem Band versammelten Erkundungen des chinesischen Altertums beziehen sich direkt oder indirekt auf Methoden und Forschungsgebiete, in welchen Robert Gassmann wichtige Impulse für die künftige Sinologie gesetzt hat bzw. diese laufend noch setzt. Es findet sich darin Grundlagenforschung mit Wolfgang Behrs lautgeschichtlicher Studie zu antikchinesischen Personennamen und William Boltz’ semantischer Studie zum Lexem shuoh; weiterhin eine grosse Bandbreite an klassisch-philologischen Beiträgen, worunter Arbeiten zur Han-Zeit von Hans van Ess, Nicolas Zufferey, Raimund Kolb, sowie in weiterer Fokussierung zu den aus dieser Epoche stammenden Grabfunden von Mawangdui Michael Friedrich, Joachim Gentz und Helmut Brinker zu nennen sind; aus anderen Epochen, aber nicht minder philologisch geben sich die Beiträge von Marc Winter zur Richtigstellung von Bezeichnungen in der Qing-Zeit, von Stephan Peter Bumbacher zur daoistischen Auseinandersetzung mit den Lehren des Konfuzius sowie von Alfred Leder und Roland Altenburger über populärkulturelle Erzähltraditionen; schliesslich noch in einem ideengeschichtlich- komparatistischen Loop, der Jahrtausende überbrückt, die Beiträge von Martin Lehnert zum Schmetterlingstraum im Zhuangzi, von Marian Gálik zur Bibelrezeption in der Frühphase der VR China und zur Kulturkritik eines postmaoistischen Schriftstellers in der Maskerade einer Geistergeschichte von Andrea Riemenschnitter.

Chinesischlehrmittel

Detailierte Informationen zu unseren Chineschlehrmitteln finden sie auf den gesonderten Publikationsseiten.

Lehrbuch Modernes Chinesisch für Deutschsprachige

Der zweite Band unseres Lehrbuches „Modernes Chinesisch für Deutschsprachige“ wurde in diesem Sommer fertig gestellt:

Brigitte Kölla, Zhōngguózì, Beijing: The Commercial Press, 2009. ISBN: 978-7-100-06019-6, 200 Seiten, Format A4, Vertrieb Europa: www.chinabooks.ch

Schreibheft Zhōngguózì·Shūxi

Chinesischlehrmittel
Zhōngguózì·Shūxiě ist als Schreibheft zum Lehrbuch Zhōngguóhuà (Band 1) konzipiert, kann aber auch als eigenständiger Schriftzeichenlehrgang mit anderen Lehrmitteln kombiniert werden. Der Fokus liegt auf den in China und Singapur gebräuchlichen teilweise vereinfachten Schriftzeichen. Begleitend werden die traditionellen Formen der vereinfachten Zeichen vorgestellt.

Das Schreibheft umfasst 14 Lektionen. Die ersten 9 Lektionen (E1-9) führen anhand von 94 Schriftzeichen systematisch in die Struktur der chinesischen Schrift ein. In weiteren 5 Lektionen werden 200 hochfrequente Schriftzeichen aus den entsprechenden Lektionstexten des Lehrbuchs Zhōngguóhuà erklärt und geübt.

Jede Lektion enthält Schreibvorlagen, Schreib- und Leseübungen und Übungen zur Komposition der Schriftzeichen. Das Beiheft erscheint als Schreibblock. Die Blätter können herausgetrennt und als lose Übungsvorlagen verwendet werden. Der Anhang enthält ein Zeichenregister mit Frequenzangaben, HSK-Zeichentabellen, ein Satzzeichen-Mustertext, eine Liste der umgangssprachlichen Bezeichungen häufiger Zeichenkomponenten und Erläuterungen.

Qualifikationsarbeiten

Auch Roland Altenburgers Habilitationsschrift liegt seit kurzem in Buchform vor:

Roland Altenburger, The Sword or the Needle. The female knight-errant in traditional Chinese narrative, Bern etc.: Peter Lang 2009; http://www.peterlang.com/Index.cfm?vID=430036&vHR=1&vUR=2&vUUR=1&vLang=D

Nur ganz knapp vor dem Zieldatum erschienen, im Dezember 2008: Martina Wernsdörfer, Experiment Tibet. Felder und Akteure auf dem Schachbrett der Bildung 1951-2003. Bern etc.: Peter Lang 2008.

Studentische Übersetzungsprojekte

Anlässlich der Buchmesse Frankfurt konnten mit finanzieller Unterstützung durch das China International Book Office, Beijing, und die Swissnex, Shanghai, zwei längst abgeschlossene studentische Übersetzungspojekte unserer Abteilung moderne Sinologie in die Drucklegung gehen:

Jia Pingwa, Geschichten vom Taibai-Berg

Jia Pingwa, Geschichten vom Taibai-Berg. Moderne Geistererzählungen aus der Provinz Shaanxi, hg. von Andrea Riemenschnitter. Berlin etc.: LIT Verlag 2009.

Übersetzungsklasse 2003. Illustrationen: Lu Dadong, Förderung: China International Book Office.

Diese Erzählungen aus Jia Pingwas Experimentierphase (1989 erstmals erschienen) arbeiten die Erfahrungen der bäuerlichen Bevölkerung mit der chinesischen Moderne auf. Dabei setzen sie sich im Modus symbolischer Verfremdung mit deren weitestgehendem Ausbleiben nach Maos Tod und dem Rückfall in vormoderne Vehältnisse in den am wenigsten zugänglichen Provinzen des Reiches auseinander.

Legends from the Swiss Alps

Ruishi Arpisi shan de chuanshuo / Legends from the Swiss Alps. Hg. Von Leung Ping-kwan und Andrea Riemenschnitter, Hong Kong: mccm creations 2009.

Englische Übersetzung: Helen Wallimann, Illustrationen: Julia Steiner, Förderung: Swissnex, Übersetzungsklasse 2004.

Gruppenbild Alps
Gruppe der studentischen Übersetzer
Mit den Alpensagen liegt das Ergebnis einer Seminarveranstaltung mit Blockseminar in Braunwald vor, wozu der Hongkonger Lyriker, Essayist, Romancier und Literatur- und Filmwissenschaftler Leung Ping-kwan gewonnen werden konnte. Auf den gemeinsamen Bergtouren wurden die studentischen Übersetzungen von Legenden ihrer Wahl diskutiert und anschliessend durch Leung Ping-kwan - mithilfe der grossartigen englischen Übersetzung von Helen Wallimann - in congeniales Chinesisch überführt. Vertrieb: www.chinabooks.ch.

Aufsatzband Diasporic Histories

Schliesslich ist noch der erfolgreiche Abschluss unserer Internationalen Konferenz von 2005 mit dem Erscheinen eines integrierten Aufsatzbandes zu vermelden:

Andrea Riemenschnitter, Deborah Madsen, Hgg. Diasporic Histories. Archives of Chinese Transnationalism, Hong Kong: Hong Kong University Press 2009.

http://www.hkupress.org/Common/Reader/Products/ShowProduct.jsp?Pid=1&Version=0&Cid=16&Charset=iso-8859-1&page=-1&key=9789622090804

Weitere Publikationen

Unser Büchertisch wurde zusätzlich durch zwei Publikationen aus der Abteilung Ostasiatische Kunstgeschichte des Kunsthistorischen Instituts bereichert, an denen wir z.T. selbst als AutorInnen beteiligt waren:

Zurich Studies in the History of Art, 2006/07 (Georges Bloch Jahrbuch; Festschrift Helmut Brinker), http://www.khist.uzh.ch/ZSHA/Jahrbuch2006.html

Helmut Brinker, Die chinesische Kunst, München: C.H.Beck 2009; http://www.chbeck.de/productview.aspx?product=28253&toc=3519

Dank

An dieser Stelle mein herzlicher Dank an alle KollegInnen, die weder Zeit noch Mühe gescheut haben, um neben ihren ständig wachsenden Verpflichtungen in Lehre und vor allem Administration auch noch ihr Engagement im Bereich der Forschung aufrecht zu erhalten!

Zürich, den 18. Dezember 2009 , Andrea Riemenschnitter